«In Grandson verlor er das Gut, in Murten den Mut, in Nancy das Blut» — so geht der Spruch, den wir in der Schule lernten. Die Populärsentenz handelt von Karl dem Kühnen, Herzog von Burgund, der in drei Schlachten gegen die Eidgenossen zugrunde ging. Eine Ausstellung von internationalem Format in Bern widmet sich nächstens der grossen Gestalt des 15. Jahrhunderts und seinem zum Greifen nahe gerückten Traum von einem Mittelreich zwischen Frankreich und Deutschland. Weltwoche-Redaktor Thomas Widmer zeichnet aus diesem Anlass das Porträt eines Mannes, der vielleicht der letzte Herrscher des Mittelalters war. Und der Spuren hinterlassen hat: Seine Ländereien, sein Hofzeremoniell, sein ...