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Die Weltwoche

Weniger Sennen, mehr Secondos
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Weniger Sennen, mehr Secondos

Der Schweizerpsalm soll einer Zeitgeist-Hymne Platz machen. Der Staatssender SRF stellt beste ­Sendezeit zur Verfügung für dieses fragwürdige und hochpolitische Projekt. Der verantwortliche ­Unterhaltungschef Christoph Gebel weicht aus.
Trittst im Casting daher. Das Projekt «Neue Schweizer Hymne» geht auf die Zielgerade. Sechs aus insgesamt 208 Vorschlägen wurden mittlerweile aussortiert, nach einem Online-Voting soll schliesslich aus den drei verbliebenen Neo-Hymnen der Nachfolger des heutigen Schweizerpsalms gekürt werden. Das Finale findet im Rahmen der Volksmusiksendung «Potzmusig» auf SRF statt. Dort wird der Sieger am 12. September präsentiert. Diese Liaison wirft Fragen auf. Hinter dem Hymnen-Wettbewerb steht die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG), eine private Organisation mit Stiftungscharakter. Sie erhielt weder einen politischen Auftrag, die be­stehende Nationalhymne abzuservieren, noc ...
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