Eine neue Studie der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) über die zivilen Opfer im Irakkrieg zeigt, dass bisherige Erhebungen um ein Vielfaches übertrieben waren. Gestützt auf bisher geheime Register des irakischen Gesundheitsministeriums, Erhebungen der britischen Menschenrechtsorganisation Iraq Body Count sowie eigene Recherchen in Spitalarchiven und Totenregistern kommt die Nachrichtenagentur zu dem Schluss, dass 110 660 Iraker und Irakerinnen seit der Invasion 2003 gestorben sind. Dabei handelt es sich um die bis dato fundierteste Erhebung.
Bisher kursierten Opferzahlen von mehreren Hunderttausenden. Die prominenteste Übertreibung stammt von Epidemiologen der Johns Hopkins Univ ...