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Die Weltwoche

Wenn Bilder einen Haken haben
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Raubkunst

Wenn Bilder einen Haken haben

Geht es um die Herkunft russischer Gemälde, schauen Sammler gern nicht so genau hin. Denn Zweifel stören das Millionengeschäft mit der Raubkunst. Ein Galerist aus Zürich muss nun beweisen, dass er keine Ahnung hatte.
Das Geschäft wurde diskret im Tresorraum einer Genfer Bank abgewickelt. Ein Bote brachte das Gemälde «Lakai mit Samowar» von Kasimir Malewitsch herein. Kunstsammler Werner Merzbacher übergab ihm einen Barscheck über eine Million Dollar. Damit war der Kauf besiegelt – kein Champagner, kein Handshake, keine Quittung. Merzbacher kennt nicht einmal den Namen des früheren Besitzer des Bildes. Das war im Juli 1989, Merzbacher durfte mit dem Geschäft höchst zufrieden sein, denn Werke des russischen Meisters Malewitsch, eines der grossen Protagonisten der abstrakten Kunst, sind auf dem Markt äusserst rar; in den letzten sechzig Jahren wurden nur ein halbes Dutzend seiner Bilder öffentl ...
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