Wir stehen in der 41. Etage eines Hochhauses namens Icon Brickell und schauen durch die Âdeckenhohen Fenster über die Biscayne Bay auf den Atlantik. Der Makler, der mir und den Âanderen Besuchern dieses Apartment – zwei Zimmer für drei Millionen Dollar – zeigt, heisst Ricardo. Ein junger Mann, der offenbar regelmässig Gewichte stemmt und Accessoires mit Goldrand liebt: Sonnenbrille, Rolex, Kugelschreiber von Montblanc. Ricardo spricht Spanisch mit den anderen Interessenten; mit Frauen die aussehen, als hätten sie Airbags in der Bluse versteckt; mit graumelierten Männern, deren Accessoires goldene Ränder haben.
Um zu verstehen, wie Miami funktioniert, hilft es, sich als ausländ ...