Bücher der Woche
Wenn Mutter trinkt
Alex Schulman: Vergiss mich. DTV. 256 S., Fr. 34.90
Im Vorwort ist zu lesen: «Für meine Brüder Calle und Niklas, im Bewusstsein, dass dies meine Geschichte ist und Eure eine andere sein kann.» Damit ist klar, hier schreibt einer, der erzählen will, was ihm widerfahren ist, und nur ihm. Zugleich gibt es nahe Verwandte, die in diese Geschichte ebenso involviert sind. Der Autor, Alex Schulman, betritt mit «Vergiss mich» also ein heikles Terrain, das alle betreten, die autofiktional schreiben. In Interviews macht der Schwede immer wieder deutlich, dass ihm dies bewusst sei und es im Grunde nicht fair gegenüber seinen Brüdern sei, dass er auch Teile ihrer Biografie verwende. Daher habe er ihnen sein Buch vor der Veröffentlic ...

