Wenn nicht Löwe, dann Fuchs
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Die Weltwoche

Wenn nicht Löwe, dann Fuchs
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Die Schweiz im 2. WK

Wenn nicht Löwe, dann Fuchs

Pilet-Golaz, 1. Folge: Im Juni 1940 überrennt Hitlers Armee Frankreich. Die Schweiz ist militärisch vollständig eingekreist. Aussenminister Pilet-Golaz steht vor einer unlösbar scheinenden Aufgabe: das Überleben seines Landes verhandeln, ohne die totalitäre Übermacht zu reizen.
Pilet-Golaz? War das nicht der Anpasser im Bundesrat, der «Quisling», der sich vor den Nazis duckte? Wenn man Schweizer auf Pilet-Golaz anspricht, kommt ihnen – wenn überhaupt – die «berüchtigte» Radiorede vom 25. Juni 1940 in den Sinn, die, wie wir in der Geschichte der Schweiz und der Schweizer lesen können, von «einer kränklichen Demokratieauffassung und von verschwommenen Ideen über Neuordnung und Anpassung» zeugte. Oder die «peinliche und bedauerliche» Affäre der Audienz, die Pilet als Bundespräsident drei mit den Nationalsozialisten sympathisierenden Frontisten gewährte. Ältere Leute erinnern sich an das Wortspiel «Me sött de Pilet goh la», das vom Nebelspalter ...
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