Man kann davon ausgehen, dass Desmond Tutu inzwischen aufgewacht ist. Noch zur Eröffnung der Fussball-WM begrüsste der charismatische Bischof und Friedensnobelpreisträger aus Südafrika die Welt mit ekstatischen Worten. «I’m dreaming, I’m dreaming. Es ist so wunderschön – weckt mich auf!»
Die Erwartungen an das Turnier sind immens. Issa Hayatou, Präsident des afrikanischen Fussballverbands, fasste die kollektive Sehnsucht zusammen: «Ein afrikanisches Team muss in den Final kommen.» Die Wirklichkeit sieht anders aus. Nach zwölf Spieltagen (Dienstagabend) und vierzehn Matches schauten für den ganzen Kontinent zwei mickrige Siege heraus (einer davon gegen das suizidale Frankrei ...