Das Telefon in unserer Berliner Wohnung klingelt. «Hallo, hier ist Stefan Banz», tönt es zaghaft und leise. Er habe ein Atelier-Stipendium und werde die nächsten sechs Monate in der Stadt verbringen. Ob ich heute Abend schon etwas vorhätte. «Ja. Thomas Hirschhorn hält einen Vortrag an der Humboldt-Universität.» Wir verabreden uns dort. Nach dem Vortrag reden wir über das Documenta-Projekt, das Hirschhorn vorgestellt hat.
Stefan Banz ist ein anregender Gesprächspartner, seine Beobachtungen sind scharfsinnig, oft auch überspitzt und provokant. Der 1961 geborene Mitbegründer und ehemalige Leiter der Kunsthalle Luzern, der nun seit rund zehn Jahren als Künstler arbeitet, verfügt ...