Der Mann führte ein beneidenswertes Leben: Medienmogul, amerikanischer Botschafter in London, ein Freund der Könige und Präsidenten. Als Walter Annenberg Anfang Oktober hochbetagt starb, wurde er von der Nachwelt indes nicht als erfolgreicher Geschäftsmann und Vertrauter Richard Nixons und Ronald Reagans gerühmt, sondern als Mäzen und Philanthrop – so, wie Annenberg es sich gewiss erträumt hatte.
Zwei Milliarden Dollar hatte er während seines Lebens für gute Zwecke verschenkt, zwei von ihm eingerichtete Journalistenschulen tragen seinen Namen, mit einer halben Milliarde Dollar unterstützte er öffentliche Schulen in New York, Chicago und Los Angeles. Bereits 1991 hatte Annenberg ...