Schon beim Hereinkommen grummelt Riccardo, dass er lieber zu Hause sässe und den Indianerfilm schaute, der gleich beginnt. Mit den Worten «Es lohnt sich, ab und zu die eigenen vier Wände zu verlassen» habe ich ihn auf diese Party geschleppt, wo sehr schlanke, schöne Menschen vor allem damit beschäftigt sind, einander zu übersehen. Hier wirkt sogar Luis, der Gastgeber, fast unterhaltsam, eine Eigenschaft, die im Rahmen seiner ernsten und zielgerichteten Flirtbemühungen bisher noch nicht zum Zuge kam.
«Riccardo, wir machen unseren eigenen Film», verspreche ich und stelle ihn als meinen Onkel Zülfü vor: seine Paraderolle. Der grimmige Blick, mit dem er Luis nun mustert, erinnert mi ...