«Weshalb hält man uns für Intellektuelle?»
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«Weshalb hält man uns für Intellektuelle?»
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«Weshalb hält man uns für Intellektuelle?»

Im vorarlbergischen Hohenems, gleich hinter der Schweizer Grenze, lebt der Schriftsteller Michael Köhlmeier, der vor zwei Jahren mit einem brillanten Roman über Churchill und Chaplin die Literaturwelt begeisterte. Jetzt legt er mit einer neuen Erzählung nach.
Es ist Samstagmittag, in den Nachrichten wird vom Tod Umberto Ecos berichtet, auf der Hauptstrasse zwischen Diepoldsau und Hohenems stauen sich die Autos in beide Richtungen. Auf der einen Seite warten jene, die in Österreich einkaufen wollen, auf der anderen die, welche es bereits hinter sich haben. Der Alte Rhein bildet die Landesgrenze, die Brücke darüber ist nach Paul Grüninger benannt, jenem St. Galler Grenzbeamten, der vor dem Zweiten Weltkrieg jüdische Flüchtlinge heimlich über die Grenze liess und ihnen so das Leben rettete. Herr Köhlmeier, Sie wohnen einen Steinwurf von der Schweizer Grenze entfernt, Ihr berufliches Leben ist jedoch nach Wien ausgerichtet, auch in Deu ...
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