Und wieder beisst ein Cowboy ins Gras, titelte sinngemäss der Economist in Anspielung auf den jüngsten Skandal des amerikanischen Brachialkapitalismus, der letzte Woche ruchbar wurde. Der US-Konzern Worldcom, eines der grössten Telefonunternehmen der Welt, führte seine Anleger mit dreisten Bilanzfälschungen an der Nase herum. In den letzten anderthalb Jahren frisierte die Firma ihre Bücher um 3,8 Milliarden Dollar. Der in der Weltwirtschaftsgeschichte mutmasslich grösste Fall von Bilanzbetrug kam durch einen banalen Buchhaltungstrick zustande. Der inzwischen abgetauchte Worldcom-Finanzchef Scott Sullivan, «das Wunderkind», das jeden Morgen per Firmenflugzeug ins Büro pendelte, hat ...