Herr Ressiot, das von Ihnen betreute Fachgebiet macht Sie automatisch zum Spürhund und auch zum Spielverderber. Wie bekommen Sie das zu spüren?
Es gibt immer wieder anonyme Anrufe mit Drohungen, es kam auch schon zu polizeilichen Büro- und Hausdurchsuchungen sowie zu gerichtlichen Klagen, aber schuldig gesprochen wurde ich in siebzehn Verfahren noch nie. Wirklich Angst hatte ich nur ein Mal: als ich eine E-Mail vom FBI [der US-Bundeskriminalpolizei] erhielt, in der mir vorgeworfen wurde, ich stünde in Verbindung mit Pädophilen-Websites. Die französische Polizei hielt die Mail für eine Fälschung, und so ging ich nicht weiter darauf ein. Man weiss ja, dass zum Beispiel der später al ...