Wie ein Wiedergänger des Grafen Dracula sieht Klaus Welle nicht aus. Eher verkörpert der schlanke Mann mit dem gepflegten Menjoubärtchen den Typ des pflichtbewussten preusÂsischen Beamten. So kann er sich eine kleine diebische Freude nicht verkneifen, als er auf Âeinen gerahmten Zeitungsartikel in seinem Büro deutet: Als «Prinzen der Finsternis» hat ihn da die Financial Times geschmäht, als einen Mann, der ruchlos nach der Macht greift – natürlich auf Geheiss seiner geheimen Auftraggeberin, der deutschen Kanzlerin Angela Merkel.
Schwarze Künste
Der Artikel ist zwei Jahre alt. Welle als Generalsekretär des Europäischen Parlaments hatte gerade das Konzept von Spitzenkandidaten f ...