Offiziell ruht der Fall Tinner seit Weihnachten. Am 23. Dezember legte Untersuchungsrichter Andreas Müller seinen Schlussbericht vor. Darin empfiehlt er, gegen drei Mitglieder der Familie Anklage wegen Verstössen gegen das Kriegsmaterialgesetz, Exportkontrollnormen und wegen Geldwäsche zu erheben. Sie sollen Schlüsselfiguren im Netzwerk des pakistanischen Nuklearschiebers A. Q. Khan gewesen sein. Vater Friederich als «Know-How-Träger», Sohn Urs als «Werkstattchef» und dessen Bruder Marco als «Finanzier».
Falls die Bundesanwaltschaft sich für einen Prozess entscheidet, wird ein Thema von zentraler Bedeutung sein: Tinners Spionagetätigkeit für die CIA. Dass die Familie mit dem ...