Wenn ich als Bundespräsident ein paar Gedanken zu den Bürgerpflichten zu Papier bringe, kann es mir niemand verargen, wenn auch der Finanzminister aus mir spricht. Also gehe ich zunächst auf die Verpflichtung ein, dem Staat entsprechend den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen Steuern zu bezahlen.
Da dies eher als notwendiges Übel angesehen wird, hat wohl noch nie jemand bei der Erfüllung dieser Bürgerpflicht frohlockt. Entsprechend ist der Begriff Fiskus eher negativ besetzt, und der Finanzminister gehört gemeinhin nicht gerade zu den grössten Sympathieträgern.Aber es gilt zu relativieren. Erstens muss ich zu meiner eigenen «Ehrenrettung» in Erinnerung rufen, dass das Gros ...