Von Steve Jobs’ Biografen Walter Isaacson erschien kürzlich eine neue Beschreibung des Lebens von Leonardo da Vinci, dem sprichwörtlichen Universalgenie, das dem letzten Abendmahl ebenso formvollendet Leben einhauchte wie der Mailänder Müllabfuhr. Die Lektüre von 7000 Notizbuchseiten weckt Zweifel am Klischee intellektueller Vollkommenheit. «Er war kein Übermensch. Er machte Fehler in der Arithmetik [. . .] Er war ungeschickt bei der Verwendung von Gleichungen [. . .] Er liess zahlreiche künstlerische Vorhaben unvollendet.» Die schnöde Realität passt so gar nicht zum Idealbild vom wilden Schöpfer, ...