Was den neuen Roman «Zwischenspiel» der deutschen Autorin Monika Maron auszeichnet, ist dieser lakonische, nicht emotionslose, aber doch distanzierende Blick auf die eigene Biografie. Denn es besteht kein Zweifel, dass sich in der Figur der 60-jährigen Ruth Monika Marons Alter Ego versteckt. Am deutlichsten wird das im unterkühlten Sound, der so typisch ist für Monika Maron.
Die deutsche Schriftstellerin gilt auch heute noch als kantiger politischer Kopf und wird deshalb regelmässig zu Talkrunden eingeladen. Wer hätte sich dabei nicht schon über diese himmlisch kratzbürstige Attitüde amüsiert, mit der sie unbotmässige Moderatorenfragen zu parieren pflegt: mit einem unnachahmlich ...