Es ist eine öffentliche Demontage. Letzte Woche wurde Matthias Hartmann, der frühere Direktor des Schauspielhauses Zürich, als Intendant des Wiener Burgtheaters fristlos entlassen. Die ruhmreiche Bühne hatte trotz grossem Publikumserfolg Millionenverluste geschrieben, die zum Teil in der Buchhaltung vertuscht worden waren. Hartmann spielte lange den Unwissenden – was ihn schliesslich Amt und Ansehen kostete.
Im Zuge dieser Affäre kommen täglich neue Missstände ans Tageslicht: Hartmann hatte seiner Schwester, seinem Schwager und seiner Frau einen Job im Theater verschafft, hatte in der Anfangszeit ein sechsstelliges Honorar in bar bezogen und es nirgends versteuert. Sein Gehalt sei ...