Ein Sommertag 2002 im Gefangenenlager Guantanamo. Der 31-jährige Pakistaner Abdul Razaq, von Beruf Englischlehrer, bemerkt etwas Ungewöhnliches in einem der benachbarten Drahtkäfige. Ein pakistanischer Mithäftling, Shah Mohammed, versucht, sich mit einem Stück Stoff am Zaun aufzuhängen. Andere Häftlinge sehen das, schlagen Alarm. «Erst riefen wir ihm zu, er solle aufhören», sagt Razaq, der im Juli aus der Haft in Guantanamo entlassen wurde und nach weiteren drei Monaten Haft in Pakistan im Oktober nach Hause zurückkehrte. «Die Wärter kamen herbei und retteten ihn. Er schien bewusstlos.»
Das war der erste von vier Selbstmordversuchen, die Shah Mohammed in Guantanamo verübte. De ...