Meine erste Schweizer Wascherfahrung hiess Frau Himmelsbach. Sie lauerte mir in der unterirdischen Waschküche jenes Hauses auf, in dem sie zur Miete und ich als Feriengast wohnte. Frau Himmelsbach schrie: «Heute ist Mittwoch! Mittwochs wasche ich! Sie haben kein Recht, mittwochs zu waschen!» Verstört schlich ich mit meinem Sack voller Dreckwäsche ab und wusch für den Rest der Ferien das Nötigste im Waschbecken.
Meine zweite Schweizer Wascherfahrung hiess Frau Stämpfli. Sie wohnte am Zürcher Röslibrunnenweg und zeigte mir den Waschkeller, der einer Tropfsteinhöhle glich. Durch ein von der Decke hängendes Labyrinth aus Tischdecken, Kinderschlafsäcken und Blaumännern bahnten w ...