Beim Schreiben eines Krimis muss man zunächst mal die Augen verschliessen vor der Tatsache, dass das Genre so tot ist wie die Leichen, die in den Geschichten rumliegen. Man muss komplett verdrängen, dass neunzig Prozent aller Krimis Schrott sind, Produkte zweitklassiger Schriftsteller und Skandinavier, die ihre Winterdepression zwischen zwei Buchdeckel quetschen. Am besten stellt man sich vor den Spiegel und redet sich ein, dass man aussieht wie Patricia Highsmith nach der ersten Flasche Wein und dass man demzufolge einen Krimi schreiben wird, der ganz anders ist als alle anderen Krimis, also überhaupt keinen Krimi, sondern Spannungsliteratur. Das klingt schon mal nicht schlecht. Mit der ...