Es gibt Musik, in der fühle ich mich wie in gewissen Wohnungen, deren Bewohner so viel angesammelt haben, dass sie selbst kaum mehr atmen können. Zu viele Möbel, zu viele Gegenstände, zu viele Erinnerungen. Wertvoll vielleicht im Einzelnen, im Ganzen ein Albtraum. Kein Hauch von Gegenwart, kein Platz nirgends. Das schliesst, um auf die Musik zurückzukommen, Qualität noch nicht mal aus. Im Jazz besonders lässt sich ein eigener Strang des Manischen ausmachen, des obsessiven Overkill. Was Donat Fisch improvisiert und komponiert, ist das genaue Gegenteil davon. Bei diesem sträflich unterschätzten Saxofonisten kommen einem schon gar keine Interieurs in den Sinn, vielmehr winddurchwehte L ...