Wenn man sich das Klischee einer Finanzbehörde ausmalt, hätte man wohl lange, weissgetünchte Korridore vor Augen, in denen ein paar traurige Topfpflanzen Âtapfer, aber erfolglos so etwas wie Lebensfreude zu verbreiten suchen. Der dazugehörende Finanzminister wäre farblos, mit schütterem Haar und grosser Brille. Das ÂFinanzministerium von Nordrhein-Westfalen und sein Hausherr Norbert Walter-Borjans entsprechen ziemlich genau diesen Vorstellungen. Aber der 64-Jährige, der sein Amt schon seit sechs Jahren ausübt, hat sich mit eher unbürokratischen Methoden einen Namen gemacht: Gnadenlos lässt er seine Fahnder auf der ganzen Welt nach Steuersündern forschen – mit rechtlich teils u ...