Es war Donnerstag früh vergangener Woche in Washington. Ein kurzer Blick auf den Monitor versetzte Henry Paulson in Atemnot. Trader hatten vor Börsenstart Verkaufsaufträge im Umfang von 500 Milliarden Dollar verbucht. Käufer gab es kaum. Dies würde einen Kurssturz von 22 Prozent bewirken, hatten die Computer des Finanzministers der USA berechnet. So viel wie zuletzt am schwarzen Montag im Oktober 1987.
Lange überlegte Paulson nicht. Am Telefon mit Notenbankchef Ben Bernanke entschied er, 105 Milliarden Dollar in den Markt zu pumpen. Die Feuerwehrübung glückte, die Börse endete am Ende des Tages im Plus. «Paulson wandte Armageddon ab», kommentierte hernach ein Finanzanalyst. Die mi ...