In den wilden Monaten des Börsenbooms lockerten sich bei der Credit Suisse First Boston nicht nur die Kleidersitten. Auch Anstand und Berufsethik gerieten bei der Investmentbank unter die Räder. Etliche ihrer Kunden mussten sich zu jener Zeit, von 1999 bis Frühling 2000, nicht wie Könige vorkommen, sondern wie Kühe, die nach allen Regeln der Kunst gemolken wurden.
Das geht aus einer Klageschrift der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) gegen die Tochter der Credit Suisse hervor, die der Weltwoche vorliegt. Sie datiert vom 22. Januar 2002 und liest sich wie ein Lehrstück über die Gier nach Geld, welche die Technologiehausse in breiten Schichten geweckt hatte. Um der wenig geschäftsfö ...