Wirklichkeitsgesättigte Herkunft
Nino Haratischwili: Das mangelnde Licht.Frankfurter Verlagsanstalt. 832 S., Fr. 47.90. Am 25. Mai liest die Autorin im Literaturhaus Zürich.
Dina, lesen wir eingangs, sollte an einem Strick, improvisiert aus dem Seil eines Turnrings, enden. Dina ist eine der vier Hauptprotagonistinnen des Entwicklungsromans «Das mangelnde Licht»: vier junge Georgierinnen, die im Tiflis der späten Sowjetunion aufwachsen, wobei Keto als Ich-Erzählerin fungiert. Rahmenhandlung ist eine Vernissage in Brüssel, an der Keto, inzwischen gereift und Mutter eines erwachsenen Sohnes, zwei der damaligen Freundinnen wiedertrifft. Ausgestellt sind die Fotos der verstorbenen Dina, deren Exponate den Freundeskreis sowie die Schrecken des Bürgerkriegs der 1990er Jahre festhielten. Das erlaubt es Haratischwili, vor- und zurückzublenden. ...

