Ausserhalb Brasiliens verliert kaum jemand ein freundliches Wort über Jair Messias Bolsonaro. Einmal abgesehen von Ausreissern wie der Wahlempfehlung des Wall Street Journal und des chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera, herrscht blankes Entsetzen.
Letzte Woche appellierten über vierhundert brasilianische und internationale Ökonomen in der Zeitung Folha de S. Paulo an die Brasilianer, in der Stichwahl nicht für Bolsonaro zu stimmen. Unter ihnen befand sich neben Namen wie Dani Rodrik und Yanis Varoufakis auch der Nobelpreisträger George Akerlof. Bereits vor dem ersten Wahlgang hatte der Economist aus London Bolsonaro als «Lateinamerikas n ...