Wo der Wutwind weht
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Die Weltwoche

Wo der Wutwind weht
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Wo der Wutwind weht

Elfriede Jelinek, unerschrockene Steppenwölfin der Gegenwartsliteratur, schont niemanden. Sie bleibt eine Inspiration, gerade im Konformismus unserer Zeit.
München Die Frau, die vor dem Shampoo-Regal steht, sieht aus wie Elfriede Jelinek. Sie hat keine gewisse, sondern eine grosse Ähnlichkeit. Eigentlich ist jeder Zweifel ausgeschlossen. Und trotzdem. Ich halte es nicht für möglich, dass Elfriede Jelinek an Orten wie diesen stattfindet. Ein Drogeriemarkt mitten in München. Dort einzukaufen, gehört zum Alltag zigtausender Menschen. Nun aber, es gibt auch die, die allerwenigsten, zu denen will der Alltag nicht passen. Eine Elfriede Jelinek, die staubsaugt und die Waschmaschine befüllt, kann ich mir nicht vorstellen. Und also kauft sie auch nicht ein. Kein Shampoo und auch sonst nichts. Obwohl ich zu dem Schluss komme, dass sie ...
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