Rudolstadt
Erfurt, Hauptbahnhof», ertönt die Zugdurchsage. Noch vor dem Aussteigen rechnen wir mit dem Schlimmsten. Nur zwei Fahrstunden südlich von Berlin entfernt, befinden wir uns jetzt im «radikalisierten Teil Deutschlands» – «immer rechtsradikaler, ausländerfeindlicher, rassistischer». So schreiben es zumindest deutsche Zeitungen.
Wer die Berichte liest, könnte meinen, in Thüringen lebten mehr Nazis als Normalbürger – oder jedenfalls 24 Prozent der Bevölkerung: So viele wählten die Alternative für Deutschland (AfD), neuerdings die stärkste Kraft in Thüringen, eine Volkspartei.
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