Der Galgen wird in die Asservatenkammer gestellt, das Fernsehen darf Sendungen in kurdischer Sprache ausstrahlen, und Journalisten kommen nicht mehr hinter Gitter, wenn sich die Militärs beleidigt fühlen. Die Türkei hat einen grossen Sprung in Richtung Europa getan. Und Bülent Ecevit, der kranke Mann am Bosporus, behauptet keck, nun sei sein Land allen Anforderungen, wie sie im acquis communautaire von Kopenhagen festgehalten sind, nachgekommen.
Aber noch gibt es zwei gute Gründe, die Türkei vor der Türe zu lassen: die Macht der Generäle und Zypern. De facto ist die zivile Kontrolle der Militärs nicht gesichert. Und in der Zypern-Frage hat sich die Türkei, bei der der Schlüssel zu ...