Wo gehst du hin, wenn du nach Hause gehst?
Emanuele Coccia: Das Zuhause. Philosophie eines scheinbar vertrauten Ortes. Hanser. 160 S., Fr. 34.90
In seinen Erinnerungen denkt John Updike auch an den Ort zurück, an dem er aufgewachsen war: «Was ich an Shillington am meisten liebte, ist vielleicht, dass hier die Zeit am langsamsten vorangeschritten [. . .] und sich sogar jetzt noch, auch wenn sie die alten Grenzsteine versetzt hatte, ganz vorsichtig fortbewegte.» Es gab sie früher, und es gibt sie immer noch, die klassischen Dorfgemeinschaften, in denen derjenige, der es wollte, ein Aufgehobensein in der Gemeinschaft fand. Doch in einer globalisierten Welt drängt es viele in die Anonymität der Metropolen; mitunter kann es viele Orte geben, an denen man sich zu Hause fühlt – vielleicht auch wähnt man sich letztlich ...

