In der ersten Hälfte seines Lebens, pflegte der Publizist François Bondy zu scherzen, sei er der Sohn von N.O. Scarpi gewesen, in der zweiten der Vater von Luc Bondy. Das melancholische Lächeln liess offen, ob das Schicksal ihn schmerzte oder amüsierte. Nun, da Grossvater und Vater tot sind, ist es der Sohn, der schreibt: Luc Bondy, der Regisseur der schwebenden Beziehungen und vielschichtigen Charaktere, der sich auf den Bühnen Frankreichs ebenso gewandt bewegt wie auf denen Deutschlands oder Österreichs. «Meine Dibbuks» ist schon sein drittes Buch, kein Nebenprodukt seiner Theaterarbeit, sondern das eigenständige Werk eines Mannes, der sich zeit seines Lebens gefragt hat, wer er e ...