Am 4. März 2005 war der Himmel blau. Ein strahlender Tag mit Temperaturen nahe beim Gefrierpunkt. Im Technopark im Zürcher Kreis 5 fand eine Konferenz statt, schön klimatisiert, unter Ausschluss des Tageslichts, dafür in Anwesenheit sämtlicher Fachleute. «Diagnose: Wachstumsschwäche», so lautete der Titel der Veranstaltung.
Frostig wurde es, als der dritte Redner auf das Podium trat. Ulrich Kohli, der Chefökonom der Schweizerischen Nationalbank, Professor an der Universität Genf. Denn er sagte etwas, was diese Fachleute lieber nicht hören wollten: «Das Problem ist nur halb so schlimm.» Mit farbigen Dias und forschen Zitaten führte Kohli effektvoll vor: Wer behaupte, die reiche ...