Jürg Halter: Gemeinsame Sprache. Dörlemann. 152 S., Fr. 27.90
Das Menetekel könnte kaum krasser ausfallen: Wir richten die Umwelt zugrunde, Roboter übernehmen unsere Hirne, derweil wir unsere Leben für Instagram aufhübschen. Wo sonst nichts als die grosse Sinnleere vorherrscht, dort «sparen [wir] uns für die Zukunft auf, / um die wir uns selbst betrügen». Dunkel, anklagend und vor allem zutiefst empört zeigt sich Jürg Halter in seinen neuen Gedichten über den Zustand der spätmodernen Gesellschaft. Aus seiner Sicht charakterisiert sie vor allem eines: eine gigantische Dekadenz. Alles steht im Zeichen der Verschwendung, di ...