Wolf Biermann war der beliebteste Staatsfeind der DDR. Der Sohn eines kommunistischen Werftarbeiters in Hamburg übersiedelte 1953, im Alter von siebzehn Jahren, in den Osten. In Ostberlin lernte er Hanns Eisler kennen, der ihn massgeblich prägte. Biermann gründet ein Studententheater, arbeitet u. a. am Berliner Ensemble und schreibt Lieder gegen das SED-Unrecht; die Partei verhängt über ihn ab 1965 ein Auftritts- und Publikationsverbot. Als ihm 1976 eine Tournee durch die BRD genehmigt wird — auf Einladung der IG Metall —, ist das erste Konzert in Köln der Vorwand, ihn wegen Staatsfeindlichkeit auszubürgern. Dieser Akt trägt der DDR in West und Ost harsche Kritik von Künstlern e ...