Er hat einen jener tönenden Ohrwürmer erdacht, den alle gleich kennen: den Radetzky-Marsch. Dabei war das nicht einmal ein besonders typisches Werk für Johann Strauss senior, der mehr als die Märsche die Walzer, Galoppe und Quadrillen liebte. Dennoch ist der Radetzky-Marsch zum Inbegriff der k. u. k. Herrlichkeiten geworden. Als Joseph Roth 1932 seinen melancholischen Roman über die verlorene Zeit der Habsburger Monarchie herausbrachte, gab er ihm nicht zufällig diesen Titel.
Doch all das war an der Wiege von Johann Strauss Vater kaum gesungen worden. Dieser stammte aus einer Gastwirtfamilie in der Wiener Leopoldstadt und hätte Buchbinder werden sollen. Heimlich nahm er Musikstunden u ...