Es ist eben auch ein verführerisches Konzept für junge Frauen: die Schlampe. Welche junge Schriftstellerin oder Journalistin wird nicht für ihren «Mut» beklatscht, wenn sie eine gekonnte Ausdrucksweise mit Vulgarismen würzt? Welche junge Künstlerin wird nicht dafür bestaunt, wenn sie mit den eigenen Körpersäften malt? Welche hübsche Sängerin erregt nicht Aufsehen, wenn sie ihr Fleisch ausstellt? Beifall, Staunen, Erregung – all das wird zu Geld in der Kreativbranche. Das Schlampentum ist für weibliches Talent ein Erfolgsrezept. Seine Ausdrucksschablonen zu nutzen, fällt leicht, solange man sich mangels Lebenserfahrung selbst noch nicht richtig kennt. Und die alternden Herren ...