Wie ein unsichtbarer Geist schwebt Friedrich Leibacher, der Massenmörder von Zug, durch diesen Prozess. Obwohl die Zuger Politiker noch zweieinhalb Monate lebten, als der Fall von Anton Radic* seinen Anfang nahm. Am 11. Juli 2001 marschierte Radic in die Kanzlei der III. Zivilkammer des Zürcher Obergerichts, um eine Nichtigkeitsbeschwerde abzugeben. Radic hatte zu diesem Zeitpunkt einen sechsjährigen Krieg mit den Behörden hinter sich. Bei einem früheren Arbeitsrechtsprozess war der heute 49-jährige Elektroingenieur aus Kroatien schlecht weggekommen, hatte Geld verloren und in der Folge mangels Liquidität auch sein Auto und seine Eigentumswohnung. In der Beschwerde hatte er auf Latein ...