Wo die aktuellen Trends lägen beim Wein, fragte unlängst ein angehender Sommelier und brachte mich in Verlegenheit. Die Trends gibt es nicht. Folgt Otto Normaltrinker, der seine Bedürfnisse von Fall zu Fall (und oft über den Grossverteiler) deckt, eher globalen Tendenzen – das heisst, er sucht runde Aromen, volle Frucht, uniforme Sorten und Geschmäcker (Zuchthefen!), den Weichzeichner Alkohol –, tendiert der Habitué (sei er nun ein wirklicher oder vermeintlicher Fachmann) zum Gegenteil. Schlankere Weine, akzentuiertere Säuren, charaktervolle Tannine, nicht zu aufdringliches Holz. Autochthonen Sorten. Originellen Provenienzen. Mineralität (der Modebegriff schlechthin). Diskretem A ...