Es gibt Meilensteine der Kultur, die verschwinden einfach. Es bedarf keiner Hunnen, Bolschewiken oder Taliban, um sie aus der Geschichte zu tilgen. Sie setzen einfach Staub an und geraten nach und nach in Vergessenheit. So geschah es mit den Wunderkammern und Kuriositätenkabinetten, die ihre grosse Zeit in Renaissance und Barock hatten. Als wissenschaftlich und künstlerisch wertlose Überbleibsel einer unmündigen Zeit wurden sie im 18. und 19. Jahrhundert aufgelöst. Einige Exponate holten sich die grossen Museen für Ethnologie, Mineralogie, Naturkunde und Kunstgewerbe. Der Rest landete auf dem Müllhaufen der Geschichte.
Erst die Surrealisten des 20. Jahrhunderts konnten den assoziative ...