Bevor Gott die Sprache schuf, erschuf er die Träne. Wasser zu Wasser. Tränen sollen uns Âdaran erinnern, woher wir sind. Und dass wir Glück hätten, festen Boden unter den Füssen zu haben, manchmal wenigstens, wollte er Âsagen. Oder sie.
Jeder Fall ist ein eigener, jede geweinte ÂTräne hat von Fall zu Fall ihren eigenen Grund. Wir weinen aus den verschiedensten Motiven und bei unterschiedlichsten Gelegenheiten. Wer es tun will, wird einen Anlass finden. Wenn man aber annimmt, dass Schönheit die Verteilung von Licht auf der Netzhaut ist, dann ist eine Träne das Eingeständnis der Unfähigkeit, Schönheit festzuhalten: eine Unfähigkeit der Netzhaut und der Träne selbst. Für uns e ...