Mal strikt unpolitisch: Wenn Grossbritannien die Erde wäre, ist Irland der Mond. Und wären die USA die Erde, hiesse der Mond Kanada. Klein, bleich, abhängig, den grossen Planeten sklavisch umrundend. Aber dann doch schuld an Ebbe und Flut, Kopfweh und Schlaflosigkeit, physischen und psychischen Fisimatenten. Man unterschätze nie den emotionalen Einfluss des Sekundären.
Das Popjahr 2005 war gekennzeichnet von einem einzigen grossen Rap-Album (Kanye West), dem weiteren Rückzug der Stoner-Rock-Gilde, Dutzenden von New-New-Wave-Bands à la Franz Ferdinand und einer einzigen, grossen neuen Sache: der kanadischen Tendenz zum musikalischen Kollektiv. Grosse, personell ausufernde Vielinstrumen ...