Konkurrenz belebt das Geschäft – aber gleich so? Seit in Zürich ein zweiter Laden koscheres Fleisch verkauft, wetzen die beiden Geschäftsleiter die Messer und reissen sich um jedes Stück.
Vor knapp drei Jahren öffnete in Zürich ein Koscher-Comestiblesgeschäft, «Trevors Food». Bald darauf verhängten die orthodoxen Zürcher Rabbiner einen Boykott über sein Fleisch. Begründung: Die Ware sei unkoscher, weil Besitzer Israel Rosengarten zartestes Südafrika-Beef importiere, dessen Koscher-Zertifikat von einem zwar international angesehenen, aber polnischen Rabbinat stamme. Nach Ansicht der strengen Zürcher Rabbis aber muss das Fleisch in der Schweiz beglaubigt werden. Dieses Verdikt kam dem bisherigen Monopolisten Kol-Tuv nicht ungelegen. Der ist teurer und einladend wie eine Geisterbahn, aber in der lokalen Szene tief verankert und von mächtigen Aktionären protegiert.
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