Wer Hongkong-Film sagt, meint Kung-Fu und Akrobatik, denkt an circensisches Gewirbel, das selbst grottenschlechte Storys goutierbar macht. Hongkong-Fans galten lange als entwicklungs- und bildungsresistent, verloren an die Bahnhofkinos. Als Hollywood das ästhetische Brimborium entdeckte und adaptierte, um das eigene, leer gelaufene Action-Movie aufzumöbeln, verlor Hongkong das Image des Leinwandrüpels; der Preis war allerdings der Verlust des Publikums – es lief in Scharen zum «asiatisierten» Ami-Lichtspiel über.
Hongkong war gezwungen, sich um einen internationalen Standard zu bemühen. Junge Talente wie John Woo, der 1989 mit «The Killer» neue Gefilde erschloss, oder auch Jackie ...