Yue-Sai Kan - Im Reich der Mitte heisst sie anders: Jin Yu-xi, derweil sie bei uns als «Chinas Gottschalk» durch die Gazetten hypt. Richtig ist, dass die 55-jährige Fernsehmoderatorin die erste Rückkehrerin war, die zum chinesischen Superpromi aufstieg. 1972, noch während Maos Herrschaft, nach New York emigriert, brachte sie dem US-Fernsehpublikum Kalligrafie und Ming-Vasen nahe. Mitte der Achtziger kam sie zurück in ihre Heimat, rekrutiert von kommunistischen Fernsehbonzen, und startete in Schanghai die umgekehrte Show: Fortan erklärte sie den Chinesen die grosse weite Welt. Und nutzte bald ihren Ruhm zum Reibach. Weil es keine Barbie-Puppen mit asiatischen Gesichtszügen gab, schuf ...