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Immer mehr Leute beziehen immer mehr Sozialhilfe, selbst in guten Zeiten. Diese Entwicklung ist ­beunruhigend. Der wichtigste Grund dafür lässt sich mit einfachen Berechnungen ­zeigen: Die fast überall im Gesetz festgelegten Leistungen sind zu hoch.
«Das ist wissenschaftlich, das ist praxisnah», beteuert Therese Frösch im Gespräch mit Radio SRF. Die grüne Berner Politikerin, die seit drei Monaten der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos) vorsitzt, verteidigt sich gegen die Kritik, die Unterstützten erhielten zu ­grosszügige Hilfe. Es gebe in der Schweiz drei Existenzminima, jenes für die Ergänzungsleistungen von 1600 Franken, jenes nach Betreibungsrecht von 1200 Franken und schliesslich als tiefstes jenes gemäss den Richtlinien der Skos: 986 Franken im Monat, wie in den anderen Fällen plus Wohnkosten und Gesundheitsausgaben. «Wenn Sie das vergleichen», ereifert sich die oberste Sozialhelferin des Landes, «dann ...
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