Am Tag, als Margarita Bogdanova nach London flog, dachte sie nicht im Traum daran, jemals im Stade Vélodrome in Marseille zu landen. Sie hatte als siebenjähriges Mädchen ihre Eltern durch ein Eisenbahnunglück verloren und während der Perestroika an der Universität Moskau einen Schweizer Austauschstudenten kennengelernt und geheiratet. Margarita, die fünf Sprachen beherrscht, arbeitete in Zürich im Telefonmarketing und war nach einem Jahr wieder Single. Weil sie sich über die Zeitverschiebung des Anschlussfluges nach New York nicht im Klaren war, wandte sie sich an ihren Sitznachbarn, einen grossen, gutaussehenden Gentleman. Sie kamen ins Plaudern, er griff in seine Brieftasche und z ...