Aristide. Aristide. Auch nach seiner Flucht ist Haiti besessen vom ehemaligen Armenpriester. Und von der Frage, was zum Teufel bloss mit ihm passiert ist. Er war vor fünfzehn Jahren, als erster demokratisch gewählter Präsident, nach «Papa Doc» und «Baby Doc», doch ein Hoffnungsträger, weit über Haiti hinaus. Er kam aus einer Kleinbauernfamilie im vergessenen Süden der Insel. Mit drei verlor er seinen Vater, und die Mutter zog mit dem Kleinen in die Hauptstadt, wo sie am Strassenrand Gemüse verkaufte. In der Schule hatten die Priester ihre helle Freude am Wunderknaben Jean-Bertrand, der jeden Morgen so inbrünstig betete. Sie schickten ihn zum Studium nach Jerusalem, Ägypten und E ...